10. Dezember 2025
Was viele als harmlose Spektakel sehen, kann nachhaltige Schäden hinterlassen: Der ohrenbetäubende Lärm von Raketen, Böllern und Knallern führt jedes Jahr zu hunderten Fällen von Knalltraumata – oft mit bleibenden Hörschäden.
Ein einziger Böller kann so laut sein wie ein startendes Flugzeug direkt neben dem Ohr. Was nur eine Sekunde dauert, kann ein Leben lang nachhallen. Schon kurze Schallspitzen über 135 Dezibel – wie sie bei Böllern oder Feuerwerkskörpern üblich sind – genügen, um feine Sinneszellen im Innenohr unwiederbringlich zu zerstören.
Vom Knall zum Dauerton – das stille Leiden nach dem Lärm
Ein Knalltrauma macht sich oft sofort bemerkbar, etwa durch ein plötzliches Druckgefühl, Ohrenschmerzen, Schwindel oder ein anhaltendes Pfeifen. Viele Betroffene hoffen zunächst, dass die Symptome von selbst verschwinden. Doch häufig bleibt der (Hör-)Schaden – bis hin zu dauerhaften Hörminderungen oder chronischem Tinnitus.
Das Gefährliche ist, dass man den Schaden nicht sieht und ihn oft erst dann bemerkt, wenn es zu spät ist. Gerade Kinder und Jugendliche unterschätzen das Risiko und setzen sich in unmittelbarer Nähe der Knallkörper körperlichen Gefahren aus, die auch ihr Gehör dauerhaft beeinträchtigen können.
Die beste Vorsorge: Abstand, Gehörschutz, Bewusstsein
Die Vorarlberger Hörakustiker:innen rufen dazu auf, die letzten Minuten des Jahres nicht leichtfertig zu riskieren, sondern auf Prävention zu setzen. So kann man Ohren vor einem Knalltrauma bewahren:
Für alle, die nach der Silvesternacht Ohrgeräusche wie Dauertöne, Klingeln oder Rauschen bemerken, oder die eine Hörminderung bzw. eine Art Wattegefühl in den Ohren feststellen, gilt: Sofort ärztliche Hilfe suchen! Denn je schneller behandelt wird, umso größer sind die Heilungschancen.